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Glutenfreie Produkte kosten mehr?

Über Gluten-Unverträglichkeit habe ich ja bereits schon einmal etwas geschrieben. Den Beitrag findest du HIER

 

Wenn ich meinen Wocheneinkauf mache, dann sind glutenfreie Produkte für einen größeren Teil des Betrages auf dem Kassenzettel verantwortlich. Nicht weil ich davon so viel kaufe, sondern weil der Preis höher ist. Während zum Beispiel eine übliche Packung Weizenmehl um die 0,79 € kostet, liegt der Preis für 1000g glutenfreies Mehl bei 3,29 € oder mehr. Das ist rund viermal so viel. Doch warum ist das so? 

Warum kosten glutenfreie Produkte mehr? 

Gründe für den höheren Preis gibt es mehrere. Das fängt bei den Rohstoffen an, da Mais und Reis im Einkauf viel teurer sind als Weizen, und hört beim Marketing auf. Der Markt von und die Nachfrage nach glutenfreien Lebensmitteln ist viel kleiner bzw. geringer als von herkömmlichen Weizenprodukten.

Der wohl größte Faktor ist die Produktion. Damit die Hersteller den von der Codex Alimentarius Kommission (Erklärung siehe unten) festgelegten Grenzwert für den Glutengehalt von glutenfreien Produkten einhalten können, müssen sie den gesamten Herstellungsprozess von der Anlieferung der Rohstoffe, über die eigentliche Produktion bis hin zur Verpackung der Lebensmittel überwachen. Während der gesamten Herstellung werden Kontrollen durchgeführt. Diese betreffen nicht nur den Glutengehalt, sondern auch den Gehalt andere Allergene.

Codes Alimentarius Kommission: "Die Codex-Alimentarius-Kommission (CAC) sieht sich als die weltweit führende Organisation für die Vereinbarung internationaler Lebensmittel-Standards, die dem Schutz der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Sicherstellung fairer Handelspraktiken im internationalen Handel mit Lebensmitteln dienen."
Quelle: https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Codex-Alimentarius/_Texte/CodexStrategischerRahmen.html

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