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Spartan Race Berlin Beast

Meine Vorfreude auf das zweite OCR-Event meiner Saison und auf mein insgesamt zweiten Beast war groß! Mindestens 21 km und mindestens 30 Hindernisse. Es war eine kalte Nacht und mit 3°C ein ebenso kalter Samstag Morgen. Aber nur die Harten kommen in den Garten und hier wird nicht geklagt, denn am 8. Dezember gehe ich beim Getting Touch - The Race an den Start! Gegen 7:30 Uhr war ich bei der Registration und holte meinen Transponder sowie das Stirnband.

 

 

 

8:30 Uhr fiel für das Beast Elite Heat der Startschuss. Mit im Starterfeld unter anderem Profi Brendan Hunt aus Australien, Christian Kraus aus der Schweiz und weitere starke Athleten. Endlich ging es los und das sehr rasant!

Um das Feld auseinander zu ziehen gab es zu Beginn eine Kombination aus Over-and-Under-Walls und eine SlackLine. Kein Problem, das erste Balance-Hindernis war bewältigt. Einige durften hier schon 30 Burkes machen. Im Vierergespann ging es an der Spitze zu den nächsten Hindernissen. Ich zögerte nicht lang und setzte mich beim Balance Beam und mit dem anschließenden Low Crawl (Kriechen unter dem Stacheldraht) in Führung. Diese gab ich am Memorization Board wieder ab. Ich ging sicher, dass ich meinen Code, 482-Tyndareos-8185wirklich im Kopf habe. An Position 4 liegend folgte nun einen längere Laufpassage auf zunächst festem Untergrund und dann moosigem Waldboden getreu dem Motto - ab ins Gebüsch. Bisher war mir noch alles bekannt. Nach dieser Laufpassage kam nun der Twister - ein etwa 12m langes Hindernis, bestehend aus drei Teilen mit sich in eine Richtung drehenden Griffen. Die Griffe waren nass und so entschied ich mich für eine Technik bei der ich sicherer greifen kann, aber länger im Hindernis bin. Beim letzten Übergang in das letzte Teilstück passierte es dann . . . ich rutschte ab! 30 Burpees. Aber ich war nicht alleine, denn wir waren zu dritt.

Die 30 Burpees waren geschafft und zusammen mit Marco Anelli aus Norwegen begann die Aufholjagd. Ich lag zu der Zeit auf Platz 7. Eine sandige Laufstrecke, ein paar Wände, ein Low Crawl und drei Kilometer hat es gedauert, dann waren wir zu dritt und haben den fünft Platzierten eingeholt. Zu dritt ging es nun einige Kilometer weiter. Die technischen Passagen durch das weiche und stachelige Unterholz machten Spaß. Nach der Inverted Wall erhöhte ich mein Tempo und konnte mich an der Z-Wall nach vorne absetzten. Wieder wie zu großen Teilen verlief die Strecke auf sandigem Boden, was das Laufen nicht einfach machte. Aber ich hatte damit weniger Probleme und sah Platz 4, 3 und 2 auf mich zukommen. Nach dem Atlas Carry (Steinkugel tragen / 5 Burpees / Steinkugel tragen) ging es ins Wasser. Ich hoffte ein bisschen auf Schwimmen, aber wir waren nur bis zur Hüfte im Wasser und so war Schwimmen nicht unbedingt schneller. Auf der nun folgenden Laufpassage konnte ich den Anschluss finden. Nach dem Tire Pull lag ich wieder auf Platz 3. Nun kam ein Sandbag Carry. An sich kein Problem, aber er wurde zu Beginn mit einem Balance-Hindernis (Log Hop - drei schmalere Stämme) kombiniert. Beim zweiten Stamm verlor ich das Gleichgewicht und durfte nun 30 Burpees machen. Sehr ärgerlich, denn wie beim Twister durfte auch Brendan hier Burpees machen. Das heißt ich hätte die Führung übernehmen können.
Ich viel also wieder zurück auf Platz 5. Es war sehr ärgerlich, aber gleichzeitig auch Ansporn den Fehler wieder gut zu machen. Nach dem ich den Sandbag wieder abgegeben hatte folgte gleich der Tractor Pull. Nach etwa einem Kilometer laufen kam dann der erste von zwei Speerwürfen. Dieser war kein Problem und es ging gleich weiter. 

Ab jetzt kannte ich wieder ungefähr den Streckenverlauf aus dem Vorjahr. Eine lange Passage im Unterholz ging es nun zu durchqueren. Anders als im Vorjahr war ich aber diesmal allein und so war es nicht immer so einfach, den idealen Weg entlang der Markierungen zu finden. Ich war definitiv auf diesem Stück langsamer. Hinzu kam auch die physische Belastung, welche sich jetzt schlagartig bemerkbar machte. Die Gedanken im Kopf spielten auch verrückt und ich ärgerte mich sehr über die 60 Burpees. Doch die mentale Stärke ist sehr wichtig, denn während einem Spartan Race kann viel passieren. In Duisburg 2017 lag ich nach 1/4 der Strecke und 30 Burpees auf Platz 25 und am Ende war es Platz 3. Wer weiß, wie er sich selbst aus einem Loch rausboxen kann, hat einen Vorteil. Ich weiß damit umzugehen und konzentrierte mich wieder auf den noch anstehenden Streckenteil. Auf den nächsten 3 km Richtung Finish-Area waren der Olympus, Spartan Sled und der Memorizaton Test zu absolvieren. Alles kein Problem und beim Memorization Test rutschte ich auf Platz 4 vor. Das gab nochmal extra Motivation. Jetzt wusste ich in etwa was noch auf mich wartet. Auf einem sandigem und hügeligen Offroad-Parkour für Panzerfahrzeuge gab es den Bucket Brigade. Hier muss ein Eimer mit Kies bis zu einer Markierung gefüllt, über den Kurs getragen und ausgekehrt werden. Als ich ankam, sah ich die beiden vor mir liegenden auf dem Kurs. Beide waren aber schon unterwegs zum nächsten Hindernis. Die Entscheidung um Platz 4, 5 und 6 war noch nicht gefallen. Wir waren nicht weit auseinander. 

Bis zum finalen Fire Jump war es jetzt nicht mehr weit, etwa 1 km. Jetzt kamen nochmal einige Hindernisse in kleinen Abständen. Wall, Bender, Log Carry, Vertical Cargo, Rope Climb, Tarzan Swing, Hercules Hoist, Stairway to Sparta, SpearThrow, MultiRig und der Cargo Container. Der zweite Speerwurf war diesmal aufgrund eines geringen Abstands zum Ziel (Stroh) einfacher, aber er rutschte an der oberen Kante ab und ich musste 30 Burpees machen! Damit habe ich nicht gerechnet!!! Jetzt musste ich mich beeilen und bei meinem zwanzigsten Burpee kam nun der fünfte Spartaner. Ich war voll am Anschlag und ein bisschen erleichtert als er bei Burpee Nummer 25 den Speer nicht traf. Ich gab jetzt nochmal Gas, denn der sechst Platzierte kam zum Speer und ja er hat getroffen, wie ich am MultiRig feststellte, als er 5m hinter mir ins Hindernis ging. Jetzt wird es nochmal eng. Der Cargo Container und nochmal über den ehemaligen Flugzeug-Hanger. Der Feuersprung und durch das Ziel! Es war geschafft, aber leider mit nur mit der Holzmedaille. 90 Burpees sind einfach zu viel und sie hätten alle nicht sein müssen. Vor allem die Burpees am Twister und beim letzten Speerwurf ärgern mich, aber das ist Spartan Race. Es war ein starkes und enges Rennen. Es hat mega Spaß gemacht und ich habe mir die Quali für die OCR- und SpartanRace-EM gesichert.

Glückwunsch an Christian zum ersten SpartanRace Podium! Ich freue mich schon auf das nächste Race mit dir. 
Toll war es auch, einige bekannte Gesichter von Instagram und Facebook mal persönlich zu treffen!

Es war wieder ein klasse SpartanRace-Wochenende, auch wenn ich an den 90 Burpees noch zu knabbern haben werde. 

 

Ganz großen Dank wieder an meine Eltern, welche mich begleitet und bestens unterstützt haben! 

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