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Interview mit Vincent Hoyer

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Vincent Hoyer

1989

Leipzig
Leipzig

Rechtsanwalt bei Füßer und Kollegen

LFV Oberholz e.V.

selbstständig

Jede Art von Kartoffelauflauf

Süß und Salzig; Symbiose

Heavy Metal, Hardrock, Pop-Punk

1. 10km Bestzeit (30:19min.) beim     Citylauf Dresden 2014

2. 1. Platz Altenburg Halbmarathon 2012 
mit Streckenrekord in 01:10:33h

3. 5. Platz Trentino Halbmarathon -              Sieger der SportScheck Stadtlaufserie 2016

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Wie hat dein sportlicher Weg begonnen?

„Angefangen hat alles als Kanute bei der SG LVB in Leipzig. Mit dem Umzug nach Hessen war dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht mehr möglich und so wechselte ich zum Wildwasserkanu. Dort nahm ich aus Spaß an einem Stadtlauf teil und gewann dort meine damalige Altersklasse (AK12). Im Anschluss des Wettkampfes kam ein Trainer auf mich zu und so fand ich den Weg zum Laufen. Mit dem Rückzug nach Leipzig trainierte ich bei verschiedenen

Vereinen. Zuerst beim SG MoGoNo Leipzig. Danach folgten der LAZ Leipzig e.V., SC DHfK Leipzig e.V., LFV Oberholz e.V. und dann mit Trainer Ronny Martick bei lauftraining.com. Seit fast zwei Jahren laufe ich für mich und seit Beginn diesen Jahres starte ich wieder für den LFV Oberholz und werde  bei der Trainings- und Wettkampfplanung von Spoorth unterstützt."

Du hast Diabetes Typ1 ! Seit wann hast du Diabetes und wie würde es festgestellt?

„Mit 18 Jahren wurde es bei einer Leistungsdiagnostik im IAT Leipzig festgestellt. Ich fühlte mich gut, musste aber viel trinken und habe einiges an Gewicht abgenommen. Im Gespräch mit einer Ärztin vom IAT wurde ich untersucht und so Diabetes festgestellt. Das Diabetes brach innerhalb von 3-4 Monaten bei mir aus, denn bei der Leistungsdiagnostik zuvor, wurde es nicht festgestellt.“

Wie beeinträchtigt dich Diabetes beim Laufen und wie kontrollierst du den Blutzuckerspiegel?

„Messen muss ich sehr regelmäßig. Das heißt vorher, währenddessen und danach. Wenn mein Blutzucker zu hoch ist, bedeutet das, dass keine Glucose in meine Muskeln kommt. Ist er zu niedrig bin ich unterzuckert. Beim Radfahren muss ich zum Beispiel kontinuierlich Kohlenhydrate über Gels und Riegel zu mir nehmen. Energy Gels habe ich beim Sport immer dabei.“

Du ernährst dich Vegan. Wie hilft dir diese Ernährung im Sport und Alltag?

"Ich habe das Gefühl, dass ich durch die vegane Ernährung, gerade im Sport, schneller regeneriere. Im Alltag bin ich experiemntierfreudiger geworden und schaue, was ich mit unterschiedlichem Gemüse alles zubereiten kann. Dabei spielt für mich auch, im Gegensatz zu früher, der bewusste Umgang mit Lebensmitteln (Auswahl von saisonalen Lebensmitteln, viel in Bio-Qualität) eine wichtige Rolle."

Was bedeutet Leipzig für dich?

„Leipzig ist meine Geburtsstadt, in der ich einen Großteil meines (noch jungen) Lebens verbracht habe. Ich habe hier ein festes Umfeld (Freunde/Sportaktivitäten/feste Arbeit), das ich nicht vermissen möchte. Zudem mag ich an Leipzig das viele Grün (Auwald/Parks), in dem ich gern sportlich und im Alltag unterwegs bin. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich bisher immer in Stadtteilen gelebt, von denen aus ich in fünf Minuten weg von den Straßen war."

Beim Oberelbe-Marathon 2014 hast du bei Kilometer 28 aufgrund einer Unterzuckerung Probleme bekommen. Dennoch gelang dir am Ende der 2. Platz in 02:36:36 h. Wie hast du es geschafft durchzulaufen, denn die Gefahr, das mehr passiert ist doch recht hoch oder?

"Ich hatte eine sehr starke Unterzuckerung, was mir leider bei langen Wettkampf- und Trainingseinheiten häufiger passiert. Beim Oberelbemarathon hatte ich diesen unbedingten Willen, es nur irgendwie in das Ziel zu schaffen und nicht den Lauf abzubrechen. Die letzten 14 km waren dabei ein Mix aus Gehen und Rennen. In solchen Unterzuckerungsmomenten hat der Körper Schutzmechanismen, um die wichtigen Organe zu schützen und "zieht" daher alle Energie aus den unwichtigen Körperregionen (u.a. der Beinmuskulatur) weg, mit der Folge, dass man kaum Kraft hat, um sich noch weiter zu bewegen. Jeder Arzt würde hier bereits eingreifen, lebensbedrohlich wird es erst, wenn ich mich nicht mehr halten kann. Dann zählt jede Minute. Zum Glück konnte ich damals recht viele Energiegele zu mir nehmen und zumindest einen Komplettausfall umgehen. Allerdings benötigt der Körper mehrere Stunden, um wieder normal "arbeiten" zu können. Dafür blieb mir (sofern ich wenigstens unter die Top 5 des Laufes kommen wollte) allerdings keine Zeit."

Ist Marathon für dich in Zukunft noch ein Thema?

„Marathon auf der Straße mit Bestzeit NEIN, denn bei allen Marathonläufen hatte ich Probleme. Aber ich werde die 74km beim SachsenTrail laufen, da dort auch Gehpassagen, aufgrund der Steigungen dabei sind. Dort kann ich mit einem Rucksack laufen und so ausreichend Verpflegung mitnehmen.“

2017 hast du die 35km des SachsenTrails gewonnen. Eigentlich ein ungewohntes Terrainfür dich als Straßenläufer. Wie war das für dich?

„Es war ein tolles Gefühl, da es gute Erinnerungen an die frühere Zeit geweckt hat. Ich habe im Jugendalter große Erfolge im Crosslauf erzielt (u.a. dreimal 3. Platz bei Dt. Meisterschaften), das unebene Gelände liegt mir sehr gut und ich mag die Abwechslung. Leider ist intensives Traillaufen in Leipzig nur schwer möglich, da es an geeigneten Strecken fehlt."

Was hast du für das Jahr 2018 sportlich geplant und was sind deine Höhepunkte?

"Ich werde wahrscheinlich bei den Deutschen Meisterschaften über die 10 km starten und daneben im Herbst weitere Straßenläufe (bis maximal zum Halbmarathon) absolvieren. Zudem steht ein Angriff meiner Bestzeit über die 10 km (30:19 min) noch auf meinem Plan. Leider lief mein Frühjahr nicht optimal, so dass ich wenige bis gar keine Wettkämpfe gelaufen bin. In der nächsten Zeit möchte ich aber wieder vermehrt ins Wettkampfgeschehen eingreifen, denn Wettkämpfe sind schließlich das beste Training. Allerdings sollen diese eher aus dem Training heraus gelaufen werden, so dass ich für die Höhepunkte im Herbst fit bleibe."

Was sind deine langfristigen sportlichen Ziele?

„10km in unter 30 Minuten!“

Was machst du gerne außerhalb vom Sport und deiner Arbeit als Rechtsanwalt?

„Sehr gerne gehe ich raus und verbringe Zeit mit Fotografie für Sport und Landschaften.

Außerdem schraube ich sehr gerne an meinen vier Fahrrädern herum. Das schöne ist dabei, ich kann alles nach meinen Vorstellungen verwirklichen.

Ein großer und wichtiger Teil für mich ist das aktive Leben mit meiner Familie. Dieses möchte ich in vollen Zügen genießen. Darüber hinaus begeistere ich gerne Andere für Sport, wie meine Kollegen aus der Kanzlei. Mit der Kanzlei haben wir zum Beispiel am Leipziger Firmenlauf teilgenommen. Bald beginnen wir mit Yoga.“

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