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Leistungsdiagnostik - Das Training optimieren!

Spricht man über Leistungsdiagnostiken, so spricht man meistens auch über den Leistungssport. Doch auch im Hobbysportbereich sind diese durchaus zu finden. Allgemein dienen Leistungsdiagnostiken dazu, die körperliche Leistungsfähigkeit und mögliche Defizite festzustellen.

Unter vielen Triathleten ist oft von Laktatstufentests im Rad- und Laufbereich die Rede. Das Schwimmen wird hier oft nicht betrachtet, dabei ist dort ein Test genauso gerechtfertigt. Denn die Ergebnisse der Diagnosen an Land lassen sich kaum auf die Schwimmleistung, Herzfrequenz-zonen und Trainingsbereiche im Wasser beziehen. Beim Schwimmen wird wie beim Laufen und Radfahren ein Stufentestverfahren durchgeführt. Ich möchte euch einen kleinen Überblick darüber geben, wie diese Verfahren ablaufen.


Schwimmen

Im Wasser wird ein stufenweiser Anstieg der Schwimmgeschwindigkeit bei 200m - 400m vorgenommen. Hierbei startest du mit mindestens zwei Geschwindigkeitsstufen, die keine Ermüdung nach sich ziehen. Um eine konstante Geschwindigkeit beim Schwimmen zu gewährleisten, bietet ein Strömungskanal die besten Voraussetzungen. Nach jedem Durchgang wird dann der Laktatwert mittels Blutabnahme am Ohrläppchen ermittelt. Geschwommen wird so lange, bis die Schwimmgeschwindigkeit nicht mehr von dir umgesetzt werden kann.

 

Radfahren

Im Sattel ist das Verfahren ebenfalls ein Stufentest, welcher entweder auf einem Laufband oder einem Radergometer durchgeführt wird. Gestartet wird hier mit einer Leistung von „[…] 100 Watt (Männer), beziehungsweise 80 Watt (Frauen)“(Tour-Magazin.de; Leistungsdiagnostik, Eva Stammberger, 28.02.008). Du fährst immer für drei Minuten eine Leistung mit anschließender Laktatabnahme. Die Leistungsstufe wird nach den drei Minuten erhöht. Der Grad der Erhöhung ist abhängig von deinem Leistungsgrad. Auch hier wird die Leistung bis zur absoluten Erschöpfung angehoben.

 

Laufen

Im Laufschritt ist die meist Leistungsdiagnostik zweigeteilt. Es wird ein Stufentest sowie VO2max-Test durchgeführt.

Der Stufentest ähnelt dem vom Radergometer. Jede Geschwindigkeitsstufe wird drei Minuten gelaufen. Gestartet wird mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h. Nach jeder Stufe hast du 30s Pause, in der dein Laktatwert ermittelt wird. Die Geschwindigkeit wird jeweils um 2 km/h erhöht bis es nicht mehr geht. Um Stürze zu vermeiden, bist du durch Schultergurte, welche dich nicht einschränken, gesichert.

Der VO2max-Test dient zur Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme. Genauer zeigt die VO2max die maximale Energie, die der Körper aerob und anaerob erzeugen kann. Hier wirst du ebenfalls an deine Grenze gebracht. Das Starttempo liegt hierbei wesentlich höher und wird alle 30s erhöht. Die Testzeit ist dementsprechend kürzer.

 

Inwiefern lohnt sich eine Leistungsdiagnostik?
Was für Informationen kann ich aus ihr ziehen und wie kann ich mein Training daraus optimieren?

Laut Sportmediziner Dr. med. Markus Klingenberg „[…] hilft eine Leistungsdiagnostik prinzipiell jedem dabei, sein Training zu optimieren“. 

Ich empfehle es jedem der vor hat, einen größeren Wettkampf zu bestreiten oder bereits regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt. Oft trainieren Hobbysportler zu hart, laufen zu hohe Tempo und vernachlässigen stark den Grundlagenbereich. Leistungsdiagnostiken geben Rückschluss auf die persönlichen Leistungsstufen mit ihren Herzfrequenzbereichen. Mit diesem Wissen lässt sich das Training optimieren, denn der Sportler weiß dann ganz genau, wie sein Puls im regenerativen-, Grundlagenausdauer 1-, Grundlagenausdauer 2- und wettkampfspezifischen Bereich sein muss. Die richtigen Herzfrequenzbereiche sind die Lösung für ein effektiveres Training. Aus einer Leistungsdiagnostik lässt sich eine Zeitprognose ableiten, womit sich zukünftige Ziele besser definieren lassen. Dementsprechend kann auch das Training zielgerichteter gestaltet werden.


Einen Überblick über Leistungsdiagnostische Zentren findet ihr hier:

Leistungsdiagnostik

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