· 

Zeitfahrräder

Im kommenden Blogbeitrag möchte ich aus gegebenen Anlass etwas über (Triathlon-) Zeitfahrräder schreiben. In der Triathlon Regionalliga gibt es anders als in der 1. und 2.Triathlon-Bundesliga nicht nur Sprint-Distanzen, sondern auch Olympische Distanzen, wo Windschattenverbot gilt. Ob man dort mit einem normalen Straßenrenner oder einem Zeitfahrrad antritt, macht einen schon recht deutlichen Unterschied aus. Vor allem in der letzten Saison erfuhr ich das am eigenen Leib. Deshalb muss für die kommende Saison ein Zeitfahrrad her! Seit Dezember beschäftigte ich mich mit dem Thema und ich habe festgestellt, es ist nicht einfach sich für ein Rad zu entscheiden. Für mich als Student ist es auch eine Geldfrage, aber das soll in diesem Beitrag nicht das Thema sein.

 

Was ist anders?

Die Geometrie eines Triathlonrades ist im Vergleich zum Rennrad viel aggressiver. Das Oberrohr ist kürzer, das Sitzrohr und der Sitzwinkel steiler. Des Weiteren besitzt das Triathlonrad einen Liegeaufsatz sowie ein Hornlenker. Bei meinem Rennrad habe ich mir vor einigen Jahren einen Liegeaufsatz von Syntace gekauft, der am Rennradlenker befestigt wird. Diese geometrischen Veränderungen, sowie die Konstruktion des Rahmens, der Gabel etc. haben einen Grund.

 

Was machen die Unterschiede aus?

Die Geometrie macht sowohl das Rad als auch die Sitz- bzw. Liegeposition des Fahrers aerodynamischer.

Des Weiteren sorgt die steilere Sitzposition für einen offeneren Winkel zwischen Bauch und Oberschenkel. Die Sitzposition ist dadurch nicht nur angenehmer, sondern man kann auch besser atmen und falls nötig verdauen. Der Muskel des Oberschenkelbeugers ermüdet langsamer und das führt nach dem Radfahren zu einem besseren Schritt beim Laufen.

Durch die veränderte Sitzposition verlagert sich das Gewicht ungleich. Laut Messungen etwa 30% hinten und 70% vorne. Dadurch ist das Handling eines Zeitfahrrades nicht so einfach wie beim Rennrad. Es soll schwerer sein, aber davon muss ich mich noch selber überzeugen.

Das Problem des Handlings kann somit auf kurvigen Strecken ein Problem werden. An Steigungen ist es die Gewichtsverteilung. Des Weiteren erfordert das Triathlonrad durch seine Sitzposition einen „kräftigen“ Rücken, denn beispielsweise auf den 180km eine Langdistanz habe ich schon ein paar Athleten über Rückenschmerzen klagen hören.

Für was habe ich mich entschieden?

Nach langem Vergleichen und Abwägen zwischen Marken wie Canyon, Felt und PlanetX habe ich mich für ein Canyon Speedmax entschieden. In dieser Woche fahre ich nach Koblenz in den Canyon Showroom zur Bestimmung der passenden Radgröße. Danach wird es bestellt! Ich freue mich auf das Rad.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0