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Saisonrückblick

Aber ganz von vorn! Mit dem Start in das Jahr 2017 stand fest, dass ich im März meinen ersten Halbmarathon laufen werde. Mir ging es gut, die langen Grundlagenläufe liefen super und plötzlich stand ich da und konnte nicht mehr beschwerdefrei gehen und laufen. Beim Hinauslaufen aus einer abschrägten Kurve im Tempotraining zog es kurz, aber schmerzhaft in der linken Wade. Resultat – schmerzhafte Muskelverhärtung mit Micro-Muskelfaserrissen sowie vier bis sechs Wochen Laufpause. Ein Rückschlag, doch ich war vernünftig und tat viel für eine schnelle Genesung. Bereits nach 2 ½ Wochen konnte ich schon locker Laufen, machte aber dennoch weiter Pause. Nach insgesamt vier Wochen Pause war der halbe Februar schon herum. Bis zum Halbmarathon blieben mir also etwas weniger als vier Wochen. Das Training klappte gut und ich war zuversichtlich. Mein erster Halbmarathon war ein tolles Erlebnis. Den Bericht findet ihr etwas weiter unten. Mein Ziel war eine Zeit von 01:19:59 h. Am Ende stand eine 01:20:59 h auf der Zieluhr, mit der ich angesichts der Verletzung zufrieden war.

Nach dem Internationalen Karstadt Sports Citylauf Dresden folgte dann im April der 41. Leipzig Marathon bei dem ich über die 10km an den Start ging. Geplant war eine Bestzeit, doch es wollte nicht sein und ich verfehlte die angesetzte Zeit von 36:20 Uhr um 31s.

Bis zum 1.Triathlon meiner Saison 2017 verging dann viel Trainingszeit.

 

Am 17.Juni fiel der Startschuss zum Koberbach-Triathlon. Dort fand neben dem ersten Regionalliga-Rennen auch die Sächsische Hochschulmeisterschaft statt, welche ich für mich entscheiden konnte. Dennoch lief dort nicht alles wie geplant. Ende Juni nahm ich dann spontan beim Commerzbank Firmenlauf (5 km) und Mittsommerlauf in Wallau (10 km) teil. Beim Commerzbank Firmenlauf lief ich ungeplant eine neue Bestzeit in 17:21min. Auch Wallau lief über-raschend gut. Platz 3 in 36:47 min. auf einer hügeligen und anspruchsvolleren Strecke als im April in Leipzig.

Mein erster OCR-Höhepunkt stand am 08.Juli in Duisburg auf dem Plan. Das Reebok SpartanRace Super (& Sprint) versammelte die Spartaner an der Regattabahn. Neun Tage vor dem Rennen erkältete ich mich, doch ich wollte unbedingt starten. Ich trainierte nicht, trank viel Tee und ruhte mich aus. Donnerstag war ich dann wieder fit. Ich war unsicher, wie sich die Erkältung auf meine Leistung auswirkt. Wie immer bei einem Obstacle Course Race war ich bis zum Startschuss aufgeregt. Das Rennen war gut besetzt. Unteranderen mit Charles Franzke, Chris Lemke und Frank van Lieshout. Nachdem ich bei der Slackline 30 Burpees machen musste, versuchte ich das Feld von hinten aufzurollen. Kurz vor dem Ende des Rennens erfuhr ich meine Platzierung durch Helfer. Mit einem vierten Platz wäre ich sehr zufrieden gewesen. Doch ein Wettkampf ist erst mit dem Überschreiten der Ziellinie vorbei. Etwa 500m vor dem Ziel konnte ich mich beim Speerwurf auf den 3.Platz vorschieben. Ein kleiner Traum wurde war. Mit dieser Platzierung konnte ich mich für die SpartanRace EM u. WM qualifizieren. Feli absolvierte dort ihr erstes OCR-Race (Sprint) auf dem ich sie begleitete.

Next Stop – Leipziger Triathlon. Ich war fit, die Vorbereitung lief super und ich freute mich auf das Rennen am Kulkwitzer See. Mein Ziel, die Top10, denn das große regionale Event zieht viele starke Athleten an. Mit dabei Per Bittner, Christian Otto, Paul Christoph Claus, Martin Schulze, Maximilian Breitkreuz und Marc Werner. Anders als an der Koberbach-Talsperre lief alles gut. Meine Schwimmzeit stimmte, auf dem Rad konnte ich kräftig in die Pedale treten und beim Laufen war ich nicht gleich platt. Am Ende war es Platz 10 und ich war glücklich.

 

Eine Woche später folgte zusammen mit Feli die Adidas Runners Night in Berlin. Diesmal sollte die Bestzeit fallen und sie fiel. 36:12 min. und das nur eine Woche nach der Olympischen Distanz am Kulki.

Im August war dann erstmal zwei Wochen Wettkampf frei. Mitte August ging es dann in Grimma für das Regionalligateam an den Start (Teamrennen) und danach in Erfurt, aber als Einzelstarter. Dort konnte ich hinter Profi Christian Altstadt und Max Dapp den 3.Platz belegen.

Im September lief ich dann beim tollen SportScheck Nachtlauf in Erfurt mit. Jedesmal ein tolles Erlebnis mit toller Strecke und Kulisse. In der Woche danach startete ich spontan für das Team Valentin, welche auch das Team beim 25h-Lauf aufstellte. Der 25h-Lauf war super - Ein ausgedehntes Intervall-Training mit Wettkampfcharakter. Eine coole Erfahrung, die ich mit Feli und vielen tollen Sportbegeisterten machen konnte.

Eine Woche danach das letzte Rennen der Regionalliga, bei dem wir leider keinen Podestplatz erreichen konnten.

 

Beim Cross de Luxe machte ich zum ersten Mal und ich hoffe auch zum letzten Mal die Erfahrung mit starken Magenproblemen laufen zu müssen. Die Verteidigung des 1.Platzes aus dem Jahr 2016 gelang mir nicht, aber ich konnte mich noch auf Platz 8 ins Ziel retten.

Doch der Fokus lag auf dem Spartan Race Super in Berlin am 30.September. Dort wollte ich vorne mitspielen und das gelang mir. Ein sehr spannendes Rennen von Anfang bis Ende. Ständige Führungswechsel und letztendlich konnte ich das Rennen beim Speerwurf für mich entscheiden. Ich war sehr glücklich und konnte es zunächst gar nicht fassen. Doch nach dem Rennen war vor dem Rennen, denn ich wollte noch auf der Sprint Distanz starten. Dort konnte ich auf dem 8.Platz finishen. Ein mega Tag! Mit den Rennen konnte ich mich für die OCR- und SpartanRace EM 2018 in Dänemark und Frankreich qualifizieren. Des Weiteren freue ich mich über meinen 19.Platz im SpartanRace Elite-Athleten Ranking Germany-Austria.

Das letzte Rennen der Saison fand vor ein paar Wochen am 05.November statt. Der Legend of Cross an den Drei Gleichen. Die 28 km mit 950 hm waren hart, aber haben sehr viel Spaß gemacht und ich konnte den vieren Platz erreichen.

 

Es war wieder eine lange Saison mit viel Schweiß, Anstrengung und neuen Erfahrungen. Das Training funktionierte super und ich blieb Verletzungsfrei. Danke an meinen Trainer Ronny Martick. 

 


Ganz großen Dank an meine Familie und Feli, welche mich bei meinen Wettkämpfen oft begleitet und unterstützt haben. Zusätzliche Energie von außen zu bekommen hilft immer sehr. 

Vielen Dank an meine Sponsoren Raab Vitalfood, Bensch Media und Fitness am Brühl für die tatkräftige Unterstützung.

 

Ich freue mich auf ein 2018 mit neuen Herausforderungen!

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