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Legend of Cross

Der von 800m Olympiasieger Nils Schumann organisierte Hindernis/Crosslauf ist für mich zu einer Tradition geworden. Ich bin seit Veranstaltungsstart 2014 dabei und gehe jedes Jahr gerne an den Start. Der familiäre und sehr gut organisierte Lauf hat eine tolle Strecke rund um die Wachsenburg, Burg Gleichen und Mühlburg, zu bieten. Anders als in den Jahren zuvor, startete ich nicht auf dem Sprint (um die Mühlburg), sondern auf dem neuen Berserker (alle drei Burgen). Es erwarteten mich 28km sowie 940 HM mit mehr als 30 Hindernissen. Des Weiteren schien zum ersten Mal seit 2014 die Sonne nicht und gegen Ende meines Rennens folgte der Regen. Zusammen mit den Teilnehmern vom Expert, ging ich auf die Strecke. Nach dem ersten Wassergraben, folgte der erste Anstieg mit zwei Hürden. Der erste Kilometer war schnell, aber ich nahm das Tempo raus, was definitiv die richtige Entscheidung war. Auf den ersten drei Kilometer liefen wir immer wieder auf weichem Untergrund auf und ab, was die ersten Kräfte kostete. Doch ich hielt kontrolliert den Anschluss.

Doch von hinten kam Tobias Gebhardt, ein Berserker, heran. Am Berg war ich etwas stärker und konnte ihn wieder abschütteln, doch in der Ebene kam er dann wieder heran. Nach dem zweiten Wassergraben setzten wir unseren Weg zur Burg Gleichen gemeinsam fort. Nach einem „Bucket Carry“, so hieße es beim Spartan Race, ging es die Burg hinunter. Noch etwa drei Kilometer liefen wir zusammen, doch dann fehlte mir die Spritzigkeit und eine Tempoverschärfung konnte ich nicht mitgehen. Auf einer langen Feldpassage versuchte ich den Abstand zu halten, doch ich war schon ziemlich platt. Nach dem dritten Verpflegungspunkt folgt noch der steile und lange Anstieg zur Richtung Mühlburg. Anders als beim Sprint im letzten Jahr musste ich diesmal gehen, denn die Beine ließen bei dieser Steigung diesmal nicht mehr zu. Oben angekommen, begleiteten mich die Starter vom Expert und Sprint. Es hat richtig Spaß gemacht und war motivierend. Die Stimmung war super und hat mir nochmal Energie geben. Die Beine wurden etwas lockerer und ich konnte das Tempo noch einmal erhöhen. Bis dorthin, wusste ich nie richtig auf welcher Position ich mich befinde. Doch ich wusste wer geführt hat und ich überholte ihn überraschender Weise nach einem etwa 60m langen steilen bergab Stück. Ich versuchte mich schnell abzusetzen, was mir gelang. Zurück am Sportplatz war nun noch die Schlammbowle und ein Tauchbecken zu durchqueren. Es wurde also nochmal kalt, was ich schnell merkte, denn beim Herausklettern krampften meine beiden Waden - Ein kleiner Vorgeschmack auf das Getting Tough The Race. Ich bin noch am Überlegen dort zu starten.

Beim Zieldurchlauf wurde ich dann begrüßt. Es war ein tolles Gefühl, das Rennen als zweiter gefinisht zu haben. Ich freue mich auf das nächste Jahr.

Beim Überqueren der Ziellinie erfuhr ich dann, dass ich auf dem zweiten Rang liege. Ich war glücklich. Meine vierte Teilnahme und meine vierte Podest Platzierung bei diesem Event. Nachtrag: Fehler bei der Zeitmessung. Zwei Athleten wurden nachträglich korrigiert/hinzugefügt. Somit der vierte Platz für mich.

Allem im allem eine tolle Laufveranstaltung, die ich jedem empfehlen kann. Es war eine tolle und anspruchsvolle Strecke, die viel Spaß gemacht hat!

Danke an Nils Schumann und sein Team.

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