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Reebok Spartan Race Berlin

Mit dem Spartan Race auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums Finowfort bei Berlin ist ein kleiner Traum wahr geworden! – Mein 1.Reebok Spartan Race Sieg!

Mein Erlebnisbericht:
Samstag Morgen 06:00 Uhr – mein Wecker klingelt. Aufstehen, frisch machen, ab in die Laufsachen und raus aus dem Hotel für einen kleinen Auftakt. Danach Frühstück bzw. Kaffee, denn alles was ich essen konnte, war ein halbes Brötchen mit Nutella. Die Aufregung war so groß und das ist vor jedem SpartanRace so!
07:45 Uhr - Abfahrt zum Eventgelände. Es war kühl, so um die 9°C. Nachdem das Auto seinen Platz gefunden hatte, holte ich meine Startunterlagen für „Super“ & „Sprint“. Für Berlin entschied ich mich, bei zwei Rennen an den Start zu gehen. Ich wollte schauen, wie mein Körper mit einer Doppelbelastung zurechtkommt. Doch der Fokus lag auf dem „Super“ 09:00 Uhr.

Ich zog mich um, begann mich aufzuwärmen und begab mich zum Start. Wie ich mir es schon gedacht habe, war das Feld mit starken Athleten aus Polen und Tschechien besetzt. Im Startbereich wurde uns mit hartem Metal eingeheizt.

Pünktlich 09:00 Uhr stürmten wir los. Ich wollte mich zu Beginn eigentlich zurückhalten, aber auch den Anschluss nicht verlieren. So überwarf ich ersteres, lief das hohe Tempo mit und sortierte mich auf den ersten ca. 1,5km mit Over-Under-Through auf Position acht ein. Das zweite Hindernis war neu für mich – der Balance Beam (Ein schmales Holz von etwa 2,5m Länge mit schrägem Auf- und Abgang (je 1,50m)). Die Schwierigkeit beim Balance Beam ist der Aufgang, denn langsam funktioniert das auf-grund der Steigung nicht. Aus dem Laufen heraus überquerte ich das schmale Holz und plötzlich ging ich in Führung, denn alle sieben vor mir liegenden Spartaner durften in die Burpee-Area. Doch ich blieb nicht allein.

Das Tempo blieb weiter schnell. Nach einem zweigeteilten Barbed Wire Crawl mit Wall-Jump, der Slackline, welche diesmal kein Problem war und dem Atlas Carry verkleinerte sich die Führungsgruppe auf Renaldas Svetlauskas (Litauen) Rafał Kasza (Polen). Zu dritt kamen wir zum Tire Flipping (Traktor-Reifen). Diesen mussten wir viermal wenden. Nach Over-Under kamen wir nun zu langen technischen Trails durch den Wald. Hier existierten keine Wege, denn die musste man sich entlang der Markierungen selber suchen. Ab diesem Zeitpunkt gab es für uns bis zum Eventgelände kaum befestigte Wege. Wir mussten uns umgangssprachlich „durch den Wald schlagen“. 10cm tiefer Sand, hohes Gras und hohe Sträucher sowie umgefallene Bäume zogen und die Kräfte aus dem Körper und sorgten für eine feste Wadenmuskulatur. Nach dem ersten Teil des Waldes folgten wieder zwei neue Hindernisse. Unteranderem der Olympus (seitliches klettern an einer schrägen Wand mit Griffen, Ketten und Löchern). Dort konnten Renaldas und Ich uns absetzen. Nach einer 9“Wall, bei der ich einen zweiten Versuch benötigte, da ich abgerutscht bin, dem tiefen Sand, einem zweiten Barbed Wire Crawl und den Hurdles gewann ich wieder Anschluss, übernahm die Spitze und kam als erster zum Sandbag Carry. Dort war ich schnell unterwegs und konnte mir einen kleinen Abstand erlaufen. Doch am nächsten Hindernis waren wir plötzlich zu viert. Es war ziemlich eng und das die ganze Zeit.

Nach langen technischen Waldpassagen, einer 9“Wall, einem Brennnessel-Feld und der Traverse-Wall begann für die letzten 5km ein harter Dreikampf. Es kam eine weitere 9“Wall und der Weg Richtung Eventgelände. Nun kamen wir auf ein hügeliges Sandgelände, auf dem sonst die Panzer fahren und nun der Chain Carry zu absolvieren war. Dort verlor ich viele Meter, denn er macht mir immer zu schaffen. Ich war froh als ich die Kette ablegen konnte. Jetzt folgten die Hindernisse Schlag auf Schlag. Hercules Hoist (Flaschenzug mit Gewicht), Log Carry (Baumstamm) und Cargo Net und dem Rope Climb. Beim Cargo Net sah ich Jörg Eißmann, der in diesem Moment auf Platz 2 lag. Er verließ das Cargo Net kurz bevor ich es erreichte.

Nun wusste ich, was noch kommt - der Speerwurf! Nach dem ich den Trail verließ und an den Speerwurf kam, sah ich das Renaldas und Jörg beide Burpees machten. Ich versuchte, wie bereits in Duisburg ruhig zu bleiben, konzentrierte mich und warf. Der Speer saß! Ich sprintete los, den Hangar hoch, auf der anderen Seite wieder runter zum Multirig. Ich war schon ziemlich fertig und musste kurz durchatmen. Beeilte mich dennoch, denn beide wurden einige Sekunden nach meinem Wurf mit den Burpees fertig. Ich hatte etwa 10s Vorsprung zu Platz 2. Der Cargo Container, A-Frame und zwei weitere Hangars waren noch zu überqueren bis die Ziellinie mit dem Fire Jump kam. Ich drückte nochmal auf das Gas, obwohl ich schon nach dem Multirig kurz vor der Grenze war. Das sieht man auch gut im Live-Video auf Facebook.

Ich konnte es nicht fassen und freute mich riesig, dass ich das Rennen nach 01:15:39 h für mich entscheiden konnte. Es war der Hammer! Glückwunsch an Renaldas zu Platz 2 (01:16:00) und Jörg zu Platz 3 (01:16:25). Es hat riesig Spaß gemacht, so mit euch zu kämpfen. Die ganze Zeit spannend, mit mehrfachem Führungswechsel und einer harten 13,7km langen Strecke durch den Wald. 

Mit diesem Rennen habe ich mir das EM-Ticket für das nächste Jahr gesichert. 

 

13:00 Uhr stand dann noch der Sprint an, welchen ich mit Platz 8 beenden konnte und damit sehr zufrieden bin.

Ein großer Dank geht an meine Eltern, welche mich tatkräftig angefeuert und an diesem Wochenende begleitet haben.

Weitere Eindrücke und Fotos werde ich in den nächsten Tagen auf meiner Facebook-Seite hochladen.

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