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Reebok Spartan Race Duisburg

Amazing weekend and amazing race!

Mit einer Woche, wie man sie sich als Sportler vor einem wichtigen Wettkampf nicht wünscht

trat ich am Freitagmittag zusammen mit meinen Eltern die Fahrt nach Duisburg zum Reebok SpartanRace an. Dort angekommen erwartete mich bereits Feli, welche einen Tag später ihr erstes Spartan Race absolvierte. Die Woche zuvor musste ich mich schonen, denn leider erkältete ich mich. Doch pünktlich Freitag war ich wieder fit.

Zur Wettkampfvorbereitung gingen wir Freitagabend im Vapiano etwas essen. Für mich gab es leckere Nudeln und für Feli eine leckere Pizza. Im Anschluss fuhren wir dann noch kurz zur Strecke um uns einige Hindernisse anzuschauen. 

Wir gingen früh schlafen, denn 6 Uhr, drei Stunden vor dem Start, klingelte für mich der Wecker. Ich stand auf und merkte sofort meine Nervosität. Das geht mir jedes Mal beim SpartanRace so, nur dass ich mir diesmal eine Top10 Platzierung als Ziel setzte. Nur wenig wollte beim Frühstück in meinen Körper, aber ich hoffte das es zusammen mit dem Abendessen vom Vortag ausreichte. Am Eventgelände an der Regattabahn angekommen, holten wir gleich unsere Startunterlagen, bevor der große Andrang folgte. Ich machte mich bereit für den Start und meine Anspannung war deutlich spürbar. 

 

Kurz vor dem Start nahm ich dann noch ein Gel zu mir, um die Speicher noch etwas zu füllen. Pünktlich 09:00 Uhr ging es dann los. Bereits auf den ersten 500m standen einige Hinderniswände. Diese bedeuteten einen schnellen ersten Kilometer, aber ich ließ mich nicht zu sehr mitreißen. Dennoch waren es am Ende 3:15min. für den ersten Kilometer. Positioniert im vorderen Feld ging es in den anliegenden Wald. Dort erwarteten uns Hindernisse, wie Over-Under-Through und die Inverted Wall. Ein Hindernis, welches mir im Laufe der Woche beim Üben keine Probleme bereitete war die Slackline. Doch diesmal bereitete sie mir ein Problem und das umfasste 30 Burpees. Ich ärgerte mich, aber nicht zu ändern. Ich begab mich zu den anderen sechs Spartanern und beeilte mich. Doch etwa 10-15 Spartaner liefen an mir vorbei. 

Jetzt begann die Aufholjagd! Passend zum Eventort, gab es einige Schwimmstrecken, welche zusammen etwa 800m umfassten. Nach dem Barbed Wired Crawl (Kriechen unter Stacheldraht) folgte der erste 250m lange Teil. Ich wählte Freistil um schnell Boden und Plätze wieder gut machen zu können. Nach dem Wasser, folgte dann das Multirig, welches eines meiner Lieblingshindernisse ist. Doch mit nassen Händen ist das etwas schwieriger. Als nächstes folgte der Hercules Hoist (Gewicht nach oben ziehen und langsam nach unten lassen). Nach einer längeren Laufpassage folgte die nächste Schwimmstrecke. Dort pushte ich mich weit nach vorn.

 

Doch wie weit, dass wusste ich nicht. Als nächstes folgten einige weitere Hindernisse, wie Log Carry, Wände, Sandbag Hoist (zwei Sandsäcke mussten an einem Seil ins Wasser geschmissen und dann hochgezogen werden), Monkeybars Crawl und Chain Carry. Sie verteilten sich auf etwa 6km Strecke. Das schnelle Laufen dazwischen tat mir sehr gut und ich konnte einige Spartaner, an die ich mich ran kämpfte, schnell abschütteln. Ab da wusste ich aber wirklich nicht mehr an welcher Position ich mich befand. Nach dem Rope Climb, einer längeren Laufpassage ging es dann wieder Schwimmen. Dort gab ich noch einmal Vollgas, denn drei andere Spartaner stiegen kurz nach mir ins Wasser. Ich wusste, dass es jetzt auf den letzten Teil der Strecke ging. Nach einem Sandbag Carry, bei dem ich viele Meter Vorsprung verlor, folgte ein Net Crawl und Atlas Carry (Steinkugel tragen – 5 Burpeses – Steinkugel zurücktragen). Dort wurde mir von den Marshalls gesagt, dass ich auf Position vier liege. Ich war überrascht und freute mich. Doch kurz nach mir kamen zwei Verfolger zum Atlas Carry. Auf dem Weg nach unten setzte ich mir das Ziel, dass ich diesen Platz bis zur Ziellinie verteidigen will, denn den auf Platz drei liegenden Spartaner sah ich nicht. 

Die letzte Schwimmstrecke, etwa 50m, war nun zu absolvieren. Ich schaute nicht mehr nach hinten, was im Nachhinein wohl auch angesichts des kommenden Speerwurfs am besten war, denn die Entfernung zu Platz 5 und 6 war nicht groß. Auf dem Weg zum Speerwurf tauchte dann auf einmal der Drittplatzierte vor mir auf. Er machte Burpees beim Speerwurf. Mit dem Gedanken, dass er gleich fertig sein könnte, im Kopf blieb ich dennoch ruhig und konzentrierte mich auf das Ziel und warf...? Treffer!!! Unglaublich, mit einem lauten Schrei sprintete ich die letzten 200m Richtung Ziel, denn ich wusste nicht ob er jetzt gleich fertig ist. 

 

Nach dem Cargo Container und der Slippery Wall realisierte ich, was gerade passiert ist. Mit einem Satz und weiterem lauten Schrei sprang ich über das Feuer ins Ziel. Ich konnte es nicht glauben. Hinter Charles Franzke und Chris Lemke überquerte ich als dritter der 13,7km langen Strecke mit einer Zeit von 01:18:22 h die Ziellinie. Die Anspannung der Woche und des Rennens fiel von mir ab und ein paar Freudentränen flossen. Ich umarmte meine Freundin und meine Eltern, die es auch nicht glauben konnten. Einfach unfassbar! Mit diesem Ergebnis habe ich mich für SpartanRace European Championships und World

Doch das war nicht das einzige Highlight des Tages.
Feli´s erstes SpartanRace folgte noch. Ich freute mich darauf sie zu begleiten und das machte nochmal richtig Spaß. Diesmal klappte die Slackline bei mir. Feli musste leider 30 Burpees machen. Beim Laufen und Schwimmen überholten wir wieder einige, doch je 30 Burpees kamen leider beim Speerwurf und Multirig für Feli hinzu. Nach 01:03 Stunde überquerten wir zusammen die Ziellinie. Das war super! Ein tolles erstes SpartanRace für Feli mit einem 9.Platz bei den Frauen. Ich bin so stolz auf dich!

 

Nach der Siegerehrung gingen wir dann am Abend im Maredo essen und ließen den Abend ausklingen. Zum Abschluss gingen wir am nächsten Tag noch gemeinsam brunchen. 

Ich bedanke mich bei meinen Eltern und Feli für das Wochenende. Danke an Reebok Germany für die super Bekleidung den Startplatz. Danke an Raab Vitalfood, Bensch Media, Fitness am Brühl und Lauftraining.com für die Unterstützung. 

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