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Obstacle Course Racing - Was ist das?

In letzter Zeit wussten meine Gegenüber in Gesprächen oft nicht was Obstacle Course Racing ist, als ich es erwähnte. Darum mein neues Blog-Thema, indem ich es kurz erklären möchte.

 

Strikt ins Deutsche übersetzt heißt es Hindernislauf. Doch Hindernislauf ist im deutschen Sprachgebrauch in der Leichtathletik wiederzufinden. Deshalb nennen wir es Extrem-Hindernislauf.

Doch wo kommt OCR her? Seine Ursprünge hat OCR beim Militär. Dort ist es ein Teil der militärischen Ausbildung. Das Besondere am OCR ist, dass es eine Kombination aus Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und damit verbundener Balance, Koordination sowie Schnelligkeit ist.

Grob gesagt: OCR ist eine Mischung aus Crosslauf und Hindernislauf.

 

Der Unterschied zum Hindernislauf aus der Leichtathletik ist, dass beim OCR verschiedenste Hindernisse den Laufrhythmus wesentlich unterbrechen. In den letzten Jahren hat sich OCR stark ausgebreitet. Jedes Jahr werden es mehr Rennen und es entstehen immer mehr Veranstaltungsreihen. Die Veranstaltungsbreite reicht von kleineren lokalen Veranstaltungen, wie dem Cross de Luxe in Leipzig oder King of Cross bei Erfurt bis hin zu Großveranstaltungen, wie dem Touch Guy, Tough Mudder, Fisherman´s Friend Strongman Run oder Spartan Race. Im OCR gibt es keine festgelegten Streckenlängen. Diese sind von Veranstaltung zu Veranstaltung unterschiedlich. OCR-Wettkämpfe bringen teilweise die Komponente Unwissenheit mit sich. Das heißt, dass beispielsweise Streckenlänge und die Hindernisanzahl variiert. Beim Spartan Race gibt es beispielsweise drei Distanzen: Sprint, Super und Beast. Alle Distanzen haben eine Mindestlänge von 6km, 13km und 20km. Diese kann variieren. In Oberndorf im vergangenem Jahr waren es beim Beast beispielsweise 26km. Bei den Hindernissen sind es auf dieser Distanz mindestens 30 Hindernisse (Oberndorf 50).

 

Die Hindernisse sind eine wesentliche Komponente!

 

Wasserelemente:             Sprünge ins Wasser, Schwimmhindernisse, Tauchhindernisse, ...

 

Klassische Hindernisse: Eskaladierwände (aufrecht, schräg), Seil klettern, Hangeln, Kriechstrecken, ...

 

weitere Hindernisse:       Tragehindernisse (Reifen, Sandsäcke, Ketten, Kieseimer), Zughindernisse (Reifen,        
                                          Gewichte), Merken von Nummernfolgen, Strom, Feuer, ...

 

In Läuferkreisen kann dieser Art des Laufens leider oft nicht viel abgewonnen werden und OCR-Wettkämpfe werden unterschätzt, bezogen auf die Laufgeschwindigkeit. Meist wird es auf „Das ist doch das mit dem Schlamm!“ reduziert, dabei ist es viel mehr als das. Extrem-Hindernisläufe verlangen dir alles ab, können sehr lange dauern und die ein oder andere Blessur verursachen. Die Erschöpfungsschwelle kann viel schneller erreicht werden, da beispielsweise die Komponente Kraft noch eine größere Rolle spielt.

 

Beim Obstacle Course Racing gibt es auch Europameisterschaften und Weltmeisterschaften. Die EM und WM gibt es auch nochmal speziell für das SpartanRace in Schottland und Amerika. Die Qualifizierung für die OCR-EM und WM ist mit einer bestimmten Platzierung in einem ausgewählten Rennen möglich. Beim Spartan Race ist es für die EM eine Top10-Platzierung und WM eine Top5-Platzierung jeweils im Elite-Heat.

 

 

Habt ihr Fragen zu einem Rennen oder zum Training für ein solches Rennen, dann könnt ihr mir gerne schreiben

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