· 

3. King of Cross

Der 3. Helbing King of Cross mit meiner dritten Teilnahme! 2014 und 2015 konnte ich mich bei der Sprint-Strecke durchsetzen, da lag das Ziel für dieses Jahr nicht all zu fern. Das Triple vollmachen!

Meine persönlichen Voraussetzungen waren jedoch nicht perfekt. Während meiner Teilnahme beim Cross de Luxe Ende September zog ich mir im rechten Bein eine Verletzung(Läuferknie) zu. Bis zum King of Cross hieß es also alternativ trainieren. Fit war ich, also hieß es dies bis zum vergangenen Wochenende beizubehalten.

In der letzten Woche machte ich einen schnellen Auftakt zusammen mit Annett Horna und absolvierte noch einen lockeren Dauerlauf am Donnerstag. Ich fühlte mich bei beiden Einheiten gut und freute mich auf den King of Cross an der Mühlburg.

 

Sonntag morgen war ich bereits 9:30 Uhr vor Ort, da mich ein Team des MDR Thüringen Journals an diesem Tag begleitete. Die Spannung stieg und die Vorfreude umso mehr.

 

Nach einem Interview auf der Bühne traf ich meine letzten Vorbereitungen, also aufwärmen und umziehen für den Wettkampf.

Im Vorfeld setzte ich mich kurz mit der Startliste auseinander und entdeckte einige bekannte Namen. Ich wusste es wird kein einfaches Rennen werden, aber anders wäre es auch langweilig! 

Die 1.Startreihe war mit einigen der Schnellsten besetzt. Direkt neben mir Robin Schade und Kevin Stadler, zwei schnelle Leichtathleten. Ich war der Gejagte. Ein tolles Gefühl. 

Zusammen mit ca. 600 anderen Cross-Begeisterten wurde von zehn runtergezählt. Ein schneller Start und erster Kilometer folgte. Nach der Durchquerung des ersten Wassergrabens bildete sich kurzzeitig eine sechs Mann starke Führungsgruppe. Drei Läufer erhöhten am Berg das Tempo. Robin, Kevin und ich gingen mit, denn wir wollten den Anschluss nicht verlieren. Doch schon 200m später teilte sich die Gruppe auf und wir drei liefen auf den Podest-Positionen. Ich wusste das Robin und Kevin lauftechnisch stärker waren, versuchte aber nicht all zu viele Meter zu verlieren und an den Hindernissen einiges wieder gut zu machen. Doch es nahm sich nicht viel und der Vorsprung den sie sich erlaufen hatten blieb vorerst gleich. Nach etwa 6.5 km folgte eine längere Laufpassage auf der ich einige Meter verlor. Doch ein „Aufstieg nur für Könige“ folgte noch. Mein Vorteil war, das ich auch an den Anstiegen meine Stärke hatte und sie gewöhnt war, beispielsweise aus Oberndorf. Nachdem ich am Fuße des Anstieges in den Wald lief, sah ich das Kevin seinen Weg im Schritttempo fortführte. Das war meine Chance! Wenn ich jetzt an ihn herankomme, schaffe ich es schon einmal auf Platz 2. Auch Robin konnte ich noch gehend in der Steigung sehen. Der Abstand wurde geringer und geringer. Am steilsten Stück der Strecke überholte ich Kevin. Jetzt musste ich nochmal Tempo machen und wegkommen. Doch Robin blieb in der darauffolgenden Ebene mit einem Abstand von 10-15m an mir dran. Mir blieb die Hoffnung das ich ihn mit etwas Risiko meinerseits in der „Blutrinne“ abschütteln konnte. Ich denke der Name sagt alles? Die Rechnung ging auf, aber die Orientierung ging noch weiter nach vorne.

Nachdem ich den Wald wieder verließ und den zu Beginn erklommenen Anstieg hinunterschoss ging es noch einmal durch bzw. über den Bach und zu guter Letzt durch die Schlammbowle. Als ich sie betrat und Robin sie verließ war mir klar, dass ich es nicht schaffe den dritten Titel in Folge zu holen.

 

Dennoch war ich glücklich, kämpfte weiter auf den letzten Metern des King of Cross 2016 und genoss die anfeuernden Zurufe der Zuschauer. Es war ein tolles Gefühl. Ein kurzer Kontrollblick nach der Schlammbowle und auf ins Ziel. Den Zieleinlauf genoss ich sehr, auch wenn ich der zweite war. Ich war happy! Es war bis zum Schluss ein spannendes Rennen. Ich konnte mich gegen Kevin Stadler und Moritz Sparbrod durchsetzen und nur einen der Topläufer ziehen lassen. Es war mir eine Ehre mit allen gekämpft zu haben. 

 

Leider sind meine Schmerzen nach dem Überqueren der Ziellinie wieder stärker geworden und ich werde mir jetzt erstmal eine ausgiebige aber verdiente Laufpause gönnen.

Von Beginn an war ich dabei und habe den KingofCross wachsen sehen. Jedes Jahr Optimierung, welche bestens gelungen sind. Ein tolles Team steht hinter dieser Veranstaltung - vom Timing-Service(SPORTident), über die Crew der Startnummernausgabe, die Streckenposten, die Mädels die den Zielbanner hielten und Medaillen übergaben, Kommentator Roman Knoblauch, die Musiker auf der Bühne bis hin zur Agentur Covermade mit Hardy Karios für das Eventmarketing und Hauptorganisator Nils Schumann.
Einfach eine königliche Veranstaltung! 

Im nächsten Jahr werde ich wieder dabei sein!!!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0